Binsight
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Füllstandsmessung · Schweiz

Leeren,
wenn voll.

Füllstandsmessung und Tourenplanung für Schweizer Werkhöfe. Wir messen jeden Behälter mehrmals täglich und sagen Ihnen am Vorabend, welche morgen dran sind.

27–60°
Messkegel
1 mm
Auflösung
24×
Messung pro Tag
7+ Jahre
Batterie
Behälter A-14 · BahnhofplatzLPN · RSSI −103
68% voll
312 mm
Schwelle 80 %
Voll in rund 14 Stunden — die Tour für morgen früh steht heute Abend fest.

Messreihe statt Schwellwert: Der Verlauf der letzten Woche erlaubt die Prognose, ein einzelner Messwert nicht.

Ausgangslage

Der Aufwand entsteht durch die Anfahrten

In den meisten Gemeinden werden öffentliche Abfallbehälter nach festem Turnus geleert. Das Fahrzeug fährt jeden Behälter gleich häufig an, unabhängig davon, ob er voll ist. Bezahlt wird die Anfahrt, nicht die Abfallmenge.

  • Halbvolle Behälter werden angefahren, weil der Turnus es vorsieht.
  • Volle Behälter bleiben stehen, weil der Turnus noch nicht dran ist.
  • Wo der Turnus stimmt, merkt es niemand — es fehlt die Messreihe, die es belegt.

Gleiches Dorf, gleicher Tag

Acht Halte, die niemand gebraucht hätte

Links die Tour nach Kalender: dienstags alle Behälter, weil es Dienstag ist. Rechts dieselbe Gemeinde am selben Tag, geplant nach Prognose. Es fahren dieselben Leute dasselbe Fahrzeug — sie halten nur dort, wo etwas drin ist.

Fester Rhythmus

Jeder Behälter, jede Woche

14
Halte
168
CHF
11.7
km

Nach Prognose

Nur was heute voll wird

6
Halte
72
CHF
9.7
km
wird heute vollhat ZeitHalt der Tour

Schematisches Beispiel mit 14 Behältern, davon 6 fällig. Auffällig: die Kilometer ändern sich kaum, die Halte halbieren sich. Genau deshalb rechnet Binsight in vermiedenen Halten und nicht in gesparter Strecke — die Zeit geht beim Anhalten, Aussteigen, Leeren und Wiederanfahren verloren, nicht auf der Strasse. Kilometer sind aus den gezeichneten Wegen gerechnet, der Frankenbetrag mit CHF 12 pro Halt, dem Vorgabewert in den Einstellungen. Keine Kundendaten.

Verfahren

Messen, prognostizieren, planen

Drei Schritte, jeder mit einer Zahl dahinter. Gemessen wird der Füllstand, geplant wird die Tour — nicht umgekehrt.

  1. 01

    Messen

    Ein Retrofit-Sensor im Deckel misst die Distanz zur Abfalloberfläche, mehrmals täglich, mit einer Auflösung von einem Millimeter.

  2. 02

    Prognostizieren

    Aus der Messreihe seit der letzten Leerung ergibt sich die Füllrate je Behälter. Daraus folgt, wann ein Behälter die Schwelle erreicht.

  3. 03

    Planen

    Am Vorabend steht die Tourenliste bereit: nur die Behälter, die morgen dran sind, sortiert nach Fahrweg.

Technik, verständlich

Wie die Messung aus dem Behälter kommt

Im Behälter sitzt ein Sensor, der misst, wie weit es bis zum Abfall hinunter ist. Diese Zahl muss nach draussen. Dafür gibt es zwei Funkwege — und welcher passt, entscheidet der Standort, nicht der Geschmack.

LoRaWAN

Das Netz steht bereits

LandesnetzBehälter im Dorf
Die Sensoren melden sich direkt beim Landesnetz — kein Gateway auf dem Werkhofdach.

In der Schweiz muss dafür niemand mehr Funkinfrastruktur bauen. Swisscoms LoRaWAN-Netz (LPN) deckt rund 97 % der bevölkerten Fläche ab; der Sensor meldet sich dort an wie ein Gerät im Mobilfunknetz, nur mit einem Bruchteil des Stromverbrauchs. Ein eigenes Gateway lohnt sich nur noch bei Lücken — abgelegene Höfe, Alpgebiet — oder wenn eine Gemeinde ihr Netz bewusst selbst betreiben will.

Braucht
Netzabdeckung, sonst eigenes Gateway
Kosten
Pro Sensor und Jahr
Reichweite
Rund 97 % der bevölkerten Fläche

NB-IoT

Wie ein Handy ohne Bildschirm

SensorMobilfunkUnterflur
Der Sensor im Schacht funkt durch den Deckel ins Mobilfunknetz.

Im Sensor steckt eine SIM-Karte. Er meldet sich beim Mobilfunknetz an, genau wie ein Handy — nur sendet er ein paar Bytes am Tag statt Videos. Kein Gateway, keine Sichtverbindung: Das zählt dort, wo ein Behälter unter einem Deckel im Betonschacht sitzt oder im Keller steht.

Braucht
SIM-Karte und Netzabdeckung
Kosten
Pro SIM und Jahr
Reichweite
So weit wie das Mobilfunknetz
27° · Laser60° · Ultraschall
Gleiche Tiefe, zwei Öffnungswinkel — und deshalb zwei Behältergrössen.

Der Messkegel entscheidet mit

Ein Sensor misst nicht auf einen Punkt, sondern in einem Kegel. Der Laser des EM400-TLD öffnet 27 Grad: schmal genug, um an der Einwurföffnung eines Strassenkübels vorbeizumessen, ohne die Wand zu treffen. Der Ultraschall des EM400-MUD öffnet 60 Grad und erfasst damit die ganze Breite eines Unterflurcontainers — dort liegt der Abfall selten flach, und ein breiter Kegel mittelt über die Haufen hinweg statt zufällig auf einen zu treffen.

Und wenn das Netz einmal ausfällt?

Dann misst der Sensor weiter und meldet später. Wichtiger ist, was Binsight in der Zwischenzeit anzeigt: Meldet ein Behälter länger nichts, gilt seine Prognose nicht mehr als Wissen. Er erscheint als «keine aktuellen Daten» und wird in keine Tour eingeplant — statt mit einer Hochrechnung aus toten Daten eine Fahrt auszulösen, die niemand prüfen kann.

Geräte

Zwei Sensoren, ein Verfahren

Beide Modelle werden in bestehende Behälter nachgerüstet. Kein Herstellerwechsel, kein Ersatz der Behälter — und je nach Standort das passende Funknetz.

EM400-TLD

Strassenbehälter, 35 bis 110 Liter

486 mm

Laufzeitmessung mit Laser über LoRaWAN. Der schmale 27°-Kegel misst an der Einwurföffnung vorbei und eignet sich für kleine, schmale Behälter.

Messkegel
27°
Messbereich
2–350 cm
Auflösung
1 mm
Messungen pro Tag
24
Funk
LoRaWAN
Batterielaufzeit
7+ Jahre
Montage
Innenseite Deckel, ohne Eingriff am Behälter

EM400-MUD

Grossbehälter und Unterflursysteme

158 mm

Ultraschall über NB-IoT. Der 60°-Messkegel erfasst die ganze Breite eines Unterflurcontainers, und Ultraschall verträgt Staub und Feuchtigkeit, wie sie dort auftreten. NB-IoT funkt über das Mobilfunknetz — kein Gateway in Sichtweite nötig, was unter dem Deckel im Schacht den Unterschied macht.

Messkegel
60°
Messbereich
3–450 cm
Auflösung
1 mm
Messungen pro Tag
24
Funk
NB-IoT
Batterielaufzeit
7+ Jahre
Montage
Innenseite Deckel, ohne Eingriff am Behälter

Herstellerangaben aus den Datenblättern EM400-TLD und EM400-MUD. Die Batterielaufzeit hängt vom Meldeintervall und beim NB-IoT-Modell vom Übertragungsweg ab: Milesight nennt für LoRaWAN über 10 Jahre bei 10-Minuten-Intervall, für NB-IoT rund 10 Jahre über TCP/UDP und rund 5 Jahre über MQTT — jeweils Laborwerte bei 25 °C.

Der Unterschied

Eine Tourenliste, kein Alarm

Ein Schwellwertalarm sagt Ihnen, dass ein Behälter voll ist. Zu diesem Zeitpunkt ist die Tour längst geplant. Aus der Messreihe seit der letzten Leerung ergibt sich die Füllrate je Behälter und daraus, wann die Schwelle erreicht wird — am Vorabend, nicht am Morgen.

  • Am Vorabend steht die Liste für morgen bereit.
  • Sortiert nach Fahrweg, nicht nach Füllstand.
  • Auf dem Tablet im Fahrzeug abhakbar, auch ohne Empfang.
Tour Dienstag2 / 4

Bahnhofplatz

A-14

92 %

Seepromenade

B-03

81 %

Schulhaus Nord

C-21

64 %

Friedhof

D-07

23 %

Nachweis

Erst messen, dann entscheiden

Vor jeder Änderung am Turnus steht eine Ist-Erhebung: mehrere Wochen Messreihe je Behälter, daraus die tatsächlich nötigen Leerungen gegenüber den geplanten. Die Auswertung nennt die Zahl und woher sie kommt.

Referenz Münchenbuchsee

In der Gemeinde Münchenbuchsee wurde das Verfahren in einer Referenzstudie geprüft. Ergebnis: die Messreihe deckt vermeidbare Anfahrten auf, die im festen Turnus nicht sichtbar sind. Die erhobenen Zahlen geben wir auf Anfrage weiter.

Für Gemeinden mit bereits differenziertem Turnus lohnt sich das nicht. Das sagen wir vorher.

Rechner

Rechnen Sie mit Ihren Zahlen

Wir veröffentlichen keine Beispielrechnung. Setzen Sie Ihre eigenen Werte ein — das Ergebnis beruht ausschliesslich auf Ihren Annahmen, und die Formel steht darunter.
Ihre Angaben
Anzahl öffentlicher Abfallbehälter im Perimeter.
Heutiger fester Turnus.
Anfahrt, Leerung und Weiterfahrt zusammen.
min
Vollkosten je Stunde: Personal und Fahrzeug.
CHF/h
Ihre Annahmen
Anteil der Anfahrten, die auf einen nicht gefüllten Behälter treffen. Diesen Wert setzen Sie — wir behaupten ihn nicht.
%
Eingesparte Stunden werden nicht eins zu eins zu Geld. Ein Bruchteil einer Stelle wird nicht abgebaut.
%
Ergebnispro Jahr
Einsparung pro JahrMischsatz eingeben, um die Einsparung zu sehen.
Anfahrten pro Jahr, heute15 600
davon vermeidbar4 680
Stunden pro Jahr, brutto312 h
entspricht je HaltCHF 12
vermiedenes CO₂19 656 kg
FormelAnfahrten = Behälter × Leerungen × 52. Vermeidbar = Anfahrten × Ihr Anteil. Stunden = vermeidbare Anfahrten × Minuten ÷ 60. Einsparung = Stunden × Mischsatz × realisierbarer Anteil.
Das Ergebnis ist eine Hochrechnung aus Ihren Angaben, keine Zusage. Belastbar wird es erst mit einer Ist-Erhebung an Ihren Behältern.Binsight liefert CHF 12 pro Halt und 4.2 kg CO₂ pro Halt als Vorgabewerte mit. Beide ändern Sie in den Einstellungen auf Ihre eigenen Kosten — die Auswertung rechnet danach mit Ihren Zahlen, nicht mit unseren.

Für wen

Gemeinden und Entsorger

Gemeinde

Ein Werkhof, ein Fahrzeug, ein Turnus. Die Auswertung zeigt, welche Standorte den Turnus tragen und welche nicht.

Zwei Touren im Vergleich

Entsorger

Mehrere Gemeinden in einem Mandat. Jede Gemeinde bleibt eine eigene Einheit mit eigenen Behältern, Touren und Auswertungen.

Mit eigenen Zahlen rechnen

Unterflur und Ortszentrum

Behälter im Schacht, kein Gateway in Sichtweite, und trotzdem soll die Zahl herauskommen. Dafür gibt es die NB-IoT-Variante — eine SIM-Karte statt einer Funkinfrastruktur.

Wie der Funk funktioniert

Saisonspitzen

Badi, Festwochenende, Weihnachtsmarkt: Behälter, die an drei Tagen im Jahr überlaufen und sonst halb leer stehen. Genau dort ist ein fester Rhythmus am teuersten und eine Prognose am wertvollsten.

Wie der Funk funktioniert

Pilot anfragen

Ein Pilot beginnt mit einer Ist-Erhebung an einer Auswahl Ihrer Behälter. Danach entscheiden Sie mit Zahlen statt mit Annahmen.

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